Arbeitsgruppe Kubik

Lehre - Supramolekulare Chemie - Selbstaggregation - Einleitung

Ein natürliches selbstaggregierendes System ist das Tabakmosaikvirus. Es handelt sich dabei um ein stabförmiges Virus mit einer Länge von 3000 Å und einem Durchmesser von 180 Å. Es besteht aus 2130 identische Proteinuntereinheiten (MW 17500), die in einer rechtshändigen helikalen Anordnung einen RNA-Strang mit einer Länge von 6390 Nucleinsäureuntereinheiten umgeben.

Tabakmosaikvirus

[Quelle: Stryer, K. Biochemie, 4. Aufl. Spektrum Akademischer Verlag, 1996, S. 94.]

Eine programmierte Synthese komplexer Aggregate gelingt bei Verwendung von Untereinheiten definierter Geometrie und Anzahl funktioneller Gruppen, welche durch gerichtete nicht-kovalente oder koordinative Wechselwirkungen aneinander binden.

Selbstaggregation

Die Bildung der hochgeordneten Produkte wird durch ein Zusammenspiel enthalpischer und entropischer Faktoren kontrolliert. Enthalpisch sind alle Strukturen günstig, die spannungsfrei sind und bei denen keine freien Koordinationsstellen verbleiben. Aus der Serie der der unter diesem Aspekt denkbaren Produkte sind entropisch diejenigen mit dem kleinsten Molekulargewicht bevorzugt, da hiervon die größte Anzahl gebildet werden kann.

Letzte Änderung: 19-05-05. Email

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