Arbeitsgruppe Kubik

Lehre - Supramolekulare Chemie - Intermolekulare Wechselwirkungen - Hydrophobe WW

Diese Wechselwirkungen sind im Wesentlichen auf Lösungsmitteleffekte zurückzuführen, welche zudem weitgehend auf das Lösungsmittel Wasser beschränkt sind.

Hydrophobe

Die Solvatation kleiner unpolarer Moleküle in Wasser ist meist nur geringfügig endotherm oder sogar enthalpisch neutral. Allerdings ist sie durch die Strukturierung der Wassermoleküle um das organische Molekül entropisch stark benachteiligt. Lagern sich zwei oder mehrere organische Moleküle in Wasser daher zusammen (Phasentrennung), ist dies mit einem entropischen Gewinn des Gesamtsystems verbunden. Hydrophobe Wechselwirkungen sind daher in den vielen Fällen entropiegetrieben. Im übertragenen Sinn gelten diese Betrachtungen auch für die Bildung von Wirt- Gast Komplexen in Wasser.

Bei größeren organischen Molekülen kann eine Solvatation in Wasser enthalpisch ungünstig sein. Eine Aggregation ist in diesem Fall sowohl enthalpisch als auch entropisch günstig.

Literatur

  • Smithrud, D. B.; Sanford, E. M.; Chao, I.; Ferguson, S. B.; Carcanague, D. R.; Evansek, J. D.; Houk, K. N.; Diederich, F. "Solvent effects in molecular recognition" Pure Appl. Chem. 1990, 62, 2227-2236: <doi>.

Letzte Änderung: 19-05-05. Email

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