AG Fahrer

Forschung

von Prof. Dr. Jörg Fahrer

Forschung

Überblick

Die Arbeitsgruppe Fahrer beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit den Mechanismen der Darmkrebsentstehung. Darmkrebs ist eine der häufigsten Krebserkrankungen in Europa, die bei jüngeren Menschen in den letzten zwei Jahrzehnten sogar angestiegen ist. Die Erkrankung manifestiert sich hauptsächlich in den die Dickdarmabschnitten Kolon und Rektum, weshalb diese auch als kolorektales Karzinom bezeichnet wird. Als Ursachen werden genetische Defekte, chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen, Lifestyle-Faktoren und Ernährungsgewohnheiten diskutiert, wobei die Ernährung den wichtigsten exogenen Faktor darstellt.

Vor diesem Hintergrund konzentriert sich die Forschung der AG Fahrer auf die Bedeutung der DNA-Schadensantwort bei der Dickdarmkrebsentstehung ausgelöst durch Nahrungsfaktoren und Lebensmittelkontaminanten. Von besonderem Interesse sind hierbei unter anderem N-Nitroso-Verbindungen und heterozyklische aromatische Amine, die Hitze-bedingt bei der Verarbeitung und Zubereitung von Lebensmitteln entstehen (→ Schwerpunkt I). Ein weiterer translational ausgerichteter Forschungsschwerpunkt befasst sich mit dem Einsatz von Naturstoffverbindungen und chemischen Derivaten, um die Therapie von Dickdarmkrebs zu verbessern (→ Schwerpunkt II). Ein anderer Forschungsbereich widmet sich dem Toxin CDT, das von gramnegativen Bakterien hergestellt wird und eine einzigartige DNA-schädigende Aktivität besitzt (→ Schwerpunkt III). Zur Bearbeitung dieser Fragestellungen werden in der AG Fahrer verschiedene biologische Modelle eingesetzt, welche unter anderem mit biochemischen, zellbiologischen und molekularbiologischen Methoden sowie einem Mini-Endoskopie-Verfahren untersucht werden.

 

 

Aktuelle Forschungsgebiete:

Krebserzeugende Stoffe in der Nahrung und Rolle der DNA-Schadensantwort bei der Dickdarmkrebsentstehung

Einsatz von Naturstoffen zur Therapie des kolorektalen Karzinoms

Zelluläre Antwort nach Induktion von DNA-Doppelstrangbrüchen durch bakterielle Genotoxine und Radiomimetika

 

 

Publikationsliste

Ausgewählte Publikationen 

  • Neitzel C, Demuth P, Wittmann S, Fahrer J. Targeting Altered Energy Metabolism in Colorectal Cancer: Oncogenic Reprogramming, the Central Role of the TCA Cycle and Therapeutic Opportunities. Cancers, 2020 Jun 29;12(7):E1731.

           Impact Factor: 6,126

           https://doi.org/10.3390/cancers12071731

  • Fahrer J. Switching off DNA repair - how colorectal cancer evades targeted therapies through adaptive mutability. Signal Transduct Target Ther. Feb 21;5(1):19.

           Impact Factor: 13,493

          https://www.nature.com/articles/s41392-020-0120-3

    • Neitzel C, Seiwert N, Göder A, Diehl E, Weber C, Nagel G, Stroh S, Rasenberger B, Christmann M, Fahrer J. Lipoic Acid Synergizes with Antineoplastic Drugs in Colorectal Cancer by Targeting p53 for Proteasomal Degradation. Cells. 2019 Jul 30;8(8). pii: E794.

      Impact Factor: 4,366

       https://www.mdpi.com/2073-4409/8/8/794

    • Kraus A, McKeague M, Seiwert N, Nagel G, Geisen SM, Ziegler N, Trantakis IA, Kaina B, Thomas AD, Sturla SJ and Fahrer J. Immunological and mass spectrometry-based approaches to determine thresholds of the mutagenic DNA adduct O(6)-methylguanine in vivo. Arch Toxicol. 2019, 93(2): 559-572.

    • Dörsam B, Seiwert N, Försch S, Stroh S, Nagel G, Begaliew D, Diehl E, Kraus A, McKeague M, Minneker V, Roukos V, Reißig S, Waisman A, Moehler M., Stier A, Mangerich M, Dantzer F, Kaina B and Fahrer J. PARP-1 protects against colorectal tumor induction, but promotes inflammation-driven colorectal tumor progression. Proc Natl Acad Sci U S A. 2018; 115(17):E4061-E4070.

      Impact Factor: 9,580

    • Seiwert N, Neitzel C, Stroh S, Frisan T, Audebert M, Toulany M, Kaina B, and Fahrer J. AKT2 suppresses prosurvival autophagy triggered by DNA double-strand breaks in colorectal cancer cells. Cell Death Dis. 2017, 8(8):e3019.

       Impact Factor: 5,638

    • Mimmler M, Peter S, Kraus A, Stroh S, Nikolova T, Seiwert N, Hasselwander S, Neitzel C, Haub J, Monien B, Nicken P, Steinberg P, Shay JW, Kaina B, Fahrer J. DNA damage response curtails detrimental replication stress and chromosomal instability induced by the dietary carcinogen PhIP. Nucleic Acids Res. 2016, 44(21):10259-10276.

      Impact Factor: 10,162

     

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